Spielberichte TT-Oberliga Nordwest 10./11.09.2016

Rundum gelungener Saisonstart für die 1. Herren

 

 

Auswärtssieg in Eschershausen und Heimsieg gegen Marklohe,
Spielberichte von Daniel Argut (12.09.2016)

Blitzstart ermöglicht klaren Erfolg in Eschershausen (10.09.2016)

Nach einem intensiven Abschlusstraining am Freitag Abend in heimischer Halle machte sich die Hagenburger Delegation, bestehend aus Spielern, Betreuern und Fans, am Samstag Nachmittag auf den Weg nach Südniedersachsen.

Trotz riesiger Vorfreude erwarteten alle Beteiligten ein überaus schwieriges Auswärtsspiel gegen die ähnlich stark eingeschätzten Eschershäuser. Daran änderte auch die Tatsache, dass der Gastgeber ohne ihre Nummer drei Sören Schway antrat, nur wenig.

Einige Zweifel konnte das leicht veränderte Hagenburger Sextett allerdings bereits in den Doppeln zu Beginn zerstreuen. So siegten Juchna/ Preidzius gegen Walter/ Pham Tuan deutlich und verdient. Am Nebentisch vermochten es Lesiv und Bleidistel nur im dritten Satz , dem favorisierten Spitzendoppel der Gastgeber, Wandachowicz und Kibala, Paroli zu bieten – Folge war eine Niederlage in vier Sätzen.

Einen ersten Wirkungstreffer landeten die beiden Daniels ( Argut und Degener) in Ihrem ersten gemeinsamen Doppel. In einem kampfbetonten Spiel konnten Sie die Paarung Heise und Alshut niederhalten, sodass die ersten Führung des Tages notiert werden konnte.

Diesen guten Beginn konnten die beiden Spitzenspieler des TSV fortsetzen.  Nummer eins Gintautas Juchna ließ keinen Zeifel daran, dass er gegen Kibala als Sieger den Tisch den verlassen würde und tat dies auch nach vier Durchgängen in souveräner Manier.

Sensationell war im nächsten Duell die Performance unseres Youngsters Rimas Lesiv. Dieser zeigte sich erheblich verbessert und besiegte den hochfavorisierten Spitzenmann Eschershausens Jacek Wandachowicz ebenso deutlich wie verdient. Die erstaunten Hagenburger Schlachtenbummler wurden Zeuge eines echten Breaks und trauten ihren Augen kaum ob der Stärke der Hagenburger Nummer zwei.

Den Blitzstart wollte natürlich auch die Hagenburger Mitte nicht vermiesen. So hatte zuerst Hagenburgs Nummer drei Andrius Preidzius wenig Mühe mit dem in die Mitte aufgerückten Julian Heise.

Schwerer tat sich in seinem ersten Einzel für die Seeprovinzler Neuzugang Daniel Argut, der es mit dem jungen David Walter zu tun bekam. Letztlich konnte dessen Gegenwehr aber nicht verhindern, dass Argut seinem Team nach vier Durchgängen eine 6:1-Führung erspielen konnte.

 

Nun war das untere Paarkreuz an der Reihe und auch hier wurde gepunktet. Nils Bleidistel zeigte sich in blendender Verfassung und ließ seinen Gegner André Alshut nicht zur Entfaltung kommen. 

Daniel Degener hatte nun eine kleine Vorentscheidung auf dem Schläger und startete famos ins Match gegen Viet Pham Tuam. Leider nutzte er gute Möglichkeiten zur 2:0- Satzführung nicht und musste anschließend eine Niederlage quittieren, die allerdings auch Folge einer deutlichen Leistungssteigerung des Gegners im Spielverlauf war.

Jetzt sollte das Highlight des Tages folgen. Sicherlich ist es nicht übertrieben, das Aufeinandertreffen Juchnas mit dem Polen Wandachowicz als Duell der Titanen zu bezeichen. Diesem hohen Anspruch wurden die beiden Ausnahmekönner auch gerecht, in dem sie sich in einem dramatischen und hochklassigen Duell bis in die Verlängerung des fünften Durchgang wenig bis nichts schenkten und zudem für eine hervorragende Dramaturgie sorgten. Dieses Mal hatte allerdings entgegen der Tendenz der vorherigen Aufeinandertreffen der beiden der Pole Wandachowicz mit 13:11 im Finaldurchgang das bessere Ende auf seiner Seite.

Keineswegs ließen die Akteure beider Seiten nach diesem Höhepunkt die Spannung abfallen. Gar etwas Hoffnung aus Eschershäuser Seite keimte auf, als Kibala den zuvor so famos aufspielenden Rimas Lesiv in einem ähnlich sehenswerten und knappen Duell besiegen konnte, was gleichbedeutend war mit dem 7:4- Zwischenstand aus Hagenburger Sicht.

 

 

Die angesprochene Hoffnung machte allerdings die an diesem Tag starke Mitte des TSV zu Nichte; zwar hatten sowohl Preidzius als auch Argut in Ihren Matches gegen Walter beziehungsweise Heise Probleme, zeigten aber Nervenstärke. Die beiden Siege sorgten für den vielumjubelten und in seiner Deutlichkeit eher nicht erwarteten 9:4- Auswärtssieg des Hagenburger Sextetts. An diesem war jeder der sechs Akteure mit Punkten beteiligt, sodass man hochzufrieden und optimistisch für den Folgetag die Heimreise gen Schaumburg antrat.

Thriller zum Heimauftakt – Marklohe zu Gast am Steinhuder Meer (11.09.2016)

Bereits einige Stunden nach dem starken Auswärtssieg des Teams um Manager Wolfgang Linke stand das nächste Duell auf dem Programm. Zu Gast In Hagenburg waren die stark eingeschätzten Aufsteiger aus Marklohe. Besondere Vorfreude gab es bei Gintautas Juchna und Daniel Argut, die ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Mannschaftskollegen früherer Teams,  Nico Marek, feiern durften.

Bevor allerdings die Akteure an die Tische traten, sorgte Teamchef Wolfgang Linke für einen außerordentlich emotionalen Moment bei allen Anwesenden, indem er mit herzlichen Worten an den jüngst verstorbenen Spielertrainer Stefan Bork erinnerte und zu einem Moment des Schweigens und stillen Gedenkens aufrief.

 

Bereits im Verlauf der nun folgenden Doppel wurde den trotz tollen Wetters zahlreichen Zuschauern bewusst, dass es an diesem Tag schwer für den TSV werden würde, die weiße Weste zu behalten. Das wahre Ausmaß an Dramatik, irren Wendungen und besonderen Begebenheiten in diesem Spiel ahnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner der Anwesenden

Im Gegensatz zum Vortag konnten die Männer vom TSV in den Doppeln nur einen Sieg verbuchen. Diesen stellten Juchna und Preidzius durchaus glücklich gegen Mudroncek und Mindermann sicher. Doppel zwei in Person von Lesiv und Bleidistel wehrte sich tapfer gegen die Routiniers Nico Marek und Marco Tuve, unterlag aber dennoch in vier knappen Sätzen.

Auch die beiden Daniels kämpften um Ihre Chance gegen den für den abwesenden Tinzmann ins Team der Markloher gerückten Dennis Lau und seinen Partner André Kamischke, mussten aber am Ende die Überlegenheit der Gegner anerkennen. Daraus resultierte der erste Rückstand des Wochenendes.

Davon unbeirrt zeigte sich Nummer eins Gintautas Juchna und sorgte für den Hagenburger Ausgleich. Er stellte seinen erfahrenen Kontrahenten Marco Tuve des Öfteren vor unlösbare Aufgaben und siegte folgerichtig in vier Durchgängen.

Spektakulär war, was am Nebentisch Youngster Rimas Lesiv und sein Gegner Nico Marek den begeisterten Zuschauern boten. Im Verlauf der ersten beiden Sätze konnten sensationelle Ballwechsel bestaunt werden, in denen sich allerdings keiner der Kontrahenten einen erheblichen Vorteil sichern konnte. Erst im dritten Satz änderte sich das Bild, als Lesiv das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen schien und Gegner Marek sich immer häufiger an den Bauch griff. Jeder hätte gerne ein sportliches Ende dieser tollen Partie erleben wollen. Es kam aber dann plötzlich durch eine verletzungsbedingte Aufgabe des Gastes.

Andy Preidzius zeigte gleich im ersten Einzel seine beste Leistung des Wochenendes. Er überließ seinem Gegenüber André Kamischke keinen Satzgewinn und sorgte mit einigen knallharten Vorhandwinnern für eine 4:2- Führung des TSV.

Auch Daniel Argut zeigte in der benachbarten Box seine spielerisch beste Leistung des Doppelspieltags und sah bis Mitte des vierten Satzes wie der sichere Sieger gegen den Rückhandspezialisten Jan Mudroncek aus. Leider brachte er den Gegner aus Marklohe durch einige Unforced Errors wieder ins Spiel, welcher dann im Finaldurchgang bewies, dass er nicht zu Unrecht aktuell mehr als 2000 TTR- Punkte verbucht. Somit war weiterhin für Spannung gesorgt.

Nils Bleidistel und Dennis Lau lieferten sich Im ersten Spiel des unteren Paarkreuzes  laaaaange und sehr ansehnliche Ballwechsel aus der Halbdistanz. Ganz stark war, dass Bleidistel den favorisierten Markloher letzten Endes niederhalten konnte und damit die Führung der Seeprovinzler wieder komfortabler gestaltete.

Auch Daniel Degener spielte phasenweise tolles und druckvolles Tischtennis gegen Olaf Mindermann. Leider zeigte auch dieser eine starke Leistung und ein gefühlvolles Händchen. Dazu kam Nervenstärke bei knapperen Spielständen. Auf diese Weise konnte er den Offensivdrang Degeners bremsen und einen weiteren Punkt für die Gäste nach vier gespielten Sätzen einfahren.

Das Duell der Spitzenspieler beider Teams blieb den Zuschauern leider verwehrt. Nico Marek musste wohl eingestehen, dass er nur ohne die im ersten Einzel erlittene Verletzung eine ernsthafte Siegchance gegen Gintautas Juchna gehabt hätte und reichte dem litauischen Ausnahmekönner zum kampflosen 6:4- Zwischenstand für den TSV die Hand.

Eine Entschädigung gab es für die Zuschauer im Duell der Zweier zwischen Lesiv und Tuve. Zwei Sätze lang schien sich jugendliche Unbekümmertheit gegen große Routine durchzusetzen, da Lesiv schnell mit 2:0 nach Sätzen führte. Dann zeigte sich aber die angesprochene Routine Tuves, der es vermochte, sein Spielsystem grundlegend zu ändern. Immer wieder streute er rotationsreiche Topspins ein in Richtung Rückhandseite des Gegners. Dies bereitete dem jungen Litauer auf Hagenburger Seite erhebliche Probleme, sodass er den Satzausgleich hinnehmen musste. In der Manier eines Champions schlug er dann allerdings zurück und setzte sich im fünften Satz eindrucksvoll durch, was für große Augen bei den mitgereisten Markloher Fans sorgte, die nun ihr Team auf der Verliererstraße wähnten.

 

Das Blatt wendete sich allerdings erneut – Jan Mudroncek spielte wieder stark gegen Andrius Preidzius und kam (zu) häufig mit seiner starken Rückhand in die Offensive. Daraus resultierte sein zweiter Tagessieg gegen die Hagenburger Mitte. Somit stand Daniel Argut etwas unter Druck und konnte diesem trotz passabler Leistung nicht gerecht werden. Einige Führungen Arguts konnte Gegner Kamische egalisieren, sodass es nicht zu einem Satzgewinn für Hagenburgs Nummer vier reichte.

Nun musste man sogar einen Rückstand des Gastgebers vor dem Schlussdoppel befürchten, da sowohl Nils Bleidistel gegen Mindermann, als auch Daniel Degener gegen Dennis Lau als Außenseiter in ihre Spiele gingen.

Degener hatte einige Chancen, das Spiel gegen den defensivstarken Lau offen zu halten oder sogar auf mehr, vergab aber ein ums andere Mal in aussichtsreicher Schlagposition. Die starke Leistung reichte letztendlich nicht zum Sieg und die Markloher konnten ihren siebten Punkt bejubeln.

Am Nebentisch war Bleidistel zwei Sätze lang chancenlos gegen Mindermann, der sein Gegenüber immer wieder sehenswert ausplatzierte. Was dann folgte, ließ den Hagenburger allerdings fraglos zum Man of the Match avancieren. Er kämpfte wie ein Löwe gegen die Übermacht des Gegners und steigerte sich von Ball zu Ball. Nach Egalisierung des Satzrückstandes konnte er sich nach fünf dramatischen Sätzen laut jubelnd das Trikot vom Leib reißen, hatte er doch soeben sein Team auf die Siegerstraße zurückgeführt.

Das abschließende Doppel zwischen Juchna und Preidzius gegen Marek/ Tuve musste die Entscheidung bringen. Der Spitzenspieler der Markloher trat trotz seiner Verletzung an den Tisch und alle Anwesenden staunten, wie stark die beiden Markloher agierten. Selbst eine 2:0- Satzführung hätte der Gast um ein Haar erspielt, hätte nicht Gintas Juchna einen Satzball im zweiten Satz auf sensationelle Weise abgewehrt. Im Anschluss steigerten sich die beiden Litauer allerdings mehr und mehr und auch Marek bekam wieder sichtlich Probleme mit seiner Verletzung. So sicherten Juchna und Preidzius den vielumjubelten ersten Heimsieg der Hagenburger, der mit der vorübergehenden Tabellenführung einherging. Teammanager Wolfgang Linke konnte also hochzufrieden sein mit dem Saisonauftakt seines Teams und alle dürfen sich nun ab Anfang Oktober auf weitere sehenswerte Duelle unter Beteiligung der Hagenburger ersten Herren freuen.

 

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die am Sonntag bei so tollem Wetter den Weg in die Turnhalle gefunden haben am und selbstverständlich gesondert bei denen, die uns nach Eschershausen begleitet haben, um uns zu unterstützen.

 

Das nächste Spiel findet am ersten Oktober zu Hause gegen den MTV Jever statt.

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